Virtuelle Kripperlroas

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Virtuelle Kripperlroas 2020-12-20T08:19:10+01:00

„Schwaiger Hanserl“ – Krippe

Diese große Krippe setzt sich aus Figuren verschiedener Schnitzer zusammen:

Holzbildhauer Rudolf Heißl jun. (1903 – 1975) – er schnitzte unzählige Tierfiguren aber auch einige Krippen für Kirchen (z. B. Zell a. d. Pram, Altheim) und auch für Privatpersonen.

Josef („Sepperl“) Wallner (1840 – 1914) – er war spezialisiert auf Tierdarstellungen (Kühe, Schafe etc.); der Krippenforscher Otfried Kastner nennt ihn König der Tierschnitzer. Der beliebte Ebenseer war bei der Saline als Schiffmeister beschäftigt.

Franz Druckendanner – sein Hausname war „Maurerlahn“, er lebte von 1865 bis 1921.

Auch andere „Schnegerer“ sind in der Krippe vertreten.

Die Krippe ist im Besitz des Heimat- und Musealvereins Ebensee.

Die Hald (das Hintergrundgemälde) zeigt das Ebenseer Traunsee-Panorama. Sie stammt von Wolfgang Dauser (*1941), der sie dem Museum spendete. Vielen Dank!

Manfred Renz – Krippe

Fast alle Figuren dieser neuen Krippe schnitzte der bekannte Ebenseer Schifahrer Sepp Loidl (* 1946). Er war Olympiateilnehmer (1972 Sapporo) und österreichischer Meister in Abfahrt (1970) und Kombination (1970 und 1972).

Die Krippe besticht durch zahlreiche liebevolle Details, wie etwa den Äpfel pflückenden Buben.

Die Fassung stammt von Karin Schmied.

Die Hald (das Hintergrundgemälde) malte Anton Ornezeder(1919 – 2001), es handelt sich dabei um seine 148. Hald!

Die Krippe gehört dem Salzfertiger Manfred Renz, der sie uns für diese Saison zur Verfügung stellte. Danke!

Sepp Huemer – Krippe

Diese besonders schöne Krippe gehörte dem bekannten und allseits beliebten Musiker und Sportler Huemer Sepp.

Die meisten Figuren stammen von Georg Fellner, genannt „Jörgl“oder „Jörögö“. Er lebte von 1856 bis 1927. Der Pfannhauser war einer der produktivsten Ebenseer „Schnegerer“. Er verwendete zum Schnitzen nur einfaches Werkzeug, nämlich Schnitzerl und Hohleisen, doch damit verlieh er seinen Figuren eine unverkennbare Charakteristik. In sehr vielen Krippen, die um die Wende zum 20. Jahrhundert entstanden sind, sind seine Figuren anzutreffen.

Es finden sich aber auch Krippenfiguren anderer Ebenseer „Schnegerer“ wie zum Beispiel Anton Neuhuber (vg.„Schöffauer Toni“, 1886 – 1958). Der Holzknecht schnitzte auch „Mandl“ für die große Mittendorfer „Pendler“ – Krippe. Nach Deutschland und sogar nach England sind Figuren aus seiner Hand „ausgewandert“.

Die Hald (das Hintergrundgemälde) stammt von Anton Ornezeder (1919 – 2001), von dem in Ebensee sehr viele Halden anzutreffen sind.

Die Sepp Huemer – Krippe ist im Besitz seiner Tochter und wurde uns als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt – herzlichen Dank dafür.

Ferdinand Fellner – Krippe

Fast alle Figuren dieser Krippe stammen von Ferdinand Fellner, genannt „Fechtl“. Der Cousin des sehr produktiven Fellner Jörgllebte von 1839 bis 1918. Viele Krippenliebhaber behaupten, „Fechtl“ schnitzte die schönsten „Mandl“. Der Krippenforscher Rudolf Schrempf nennt ihn einen Ebenseer nach echtem Korn und Schrot: Fünfzig Jahre ausübender Musiker, konnte Glöcklerkappen wie Vogelhäuschen machen, Mordsg’schichten für den Fasching genauso wie Krippenhalden malen, Kirchenchormusiker, ein heiterer Mensch, allseits beliebt.

„Fechtl“ schnitzte die Krippe für sich und seine Familie, deshalb ist beinahe alles aus einer, eben seiner Hand.

Die Krippe ist im Besitz des Heimat- und Musealvereins Ebensee, der sie aus Holland zurückkaufte, wo sie als Mitgift hingekommen war.

Die Hald (das Hintergrundgemälde) stammt von Karl Kendler(1923 -2002), sie kam erst viel später dazu.

Juliane Loidl – Krippe

Ein Großteil der Figuren dieser wunderbaren Krippe stammt aus der Schwanthaler-Schule. Die weithin berühmte Bildhauer- und Schnitzerfamilie Schwanthaler betrieb in Gmunden eine große Werkstatt, in der zahlreiche Kunstwerke hergestellt wurden, so auch diese Krippe.

Der Ebenseer Steinbruchbesitzer Stadlmann kaufte sie um 1850 direkt dort und transportierte sie mit dem Schiff nach Rindbach/Ebensee (Bahn und Straße am Westufer des Traunsees wurden erst später errichtet). Von ganz besonderer Qualität sind die Pferde und Rossknechte des Königszuges.

Die Hald (das Hintergrundgemälde) stammt von dem sehr produktiven Schnitzer und Maler Franz Frey d. Ä. (1894 – 1984).

Die Krippe befindet sich in Privatbesitz und wurde uns dankenswerterweise als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

Das Verwesamt (Museumsgebäude) baute Franz Vogl (*1946) und schenkte es dem Museum – herzlichen Dank dafür.

Die lustige Wirthausmusik schnitzte Paul Kern (*1948).

Johann Lahnsteiner „Tschini“ – Krippe

Die „Tschini“ – Krippe zählt zu den komplettesten alten Ebenseer Krippen.

Die meisten Figuren stammen von Georg Fellner, genannt „Jörgl“oder „Jörögö“. Er lebte von 1856 bis 1927. Der Pfannhauser war einer der produktivsten Ebenseer „Schnegerer“. Er verwendete zum Schnitzen nur einfaches Werkzeug, nämlich Schnitzerl und Hohleisen, doch damit verlieh er seinen Figuren eine unverkennbare Charakteristik. In sehr vielen Krippen, die um die Wende zum 20. Jahrhundert entstanden sind, sind seine Figuren anzutreffen.

Die Hald (das Hintergrundgemälde) malte Josef Wiesauer (1876 – 1941). Der „Hochstoana Sepperl“, wie er genannt wurde, schnitzte auch Krippenfiguren.

Die Bezeichnung „Tschini – Krippe“ leitet sich von einem Sprachfehler des ursprünglichen Besitzers Johann Lahnsteiner her. Sie befindet sich im Besitz Heimat- und Musealvereins Ebensee.

„Winterkrippe“

Die beiden Ebenseer Bildhauer mit dem Namen Rudolf Heißl (Vater: 1874 – 1955; Sohn: 1903 – 1975) haben eine Krippe geschaffen, die sich in allen Punkten von den „herkömmlichen“ Landschaftskrippen unterscheidet. Der Krippenforscher Dietmar Assman meint:

Treffender wäre der Ausdruck „Holzknechtkrippe“. … Die Krippenlandschaft ist winterlich gestaltet, gezeigt werden neben dem zentralen Thema, das in eine Holzknechthütte verlegt wurde, die vielfältigen schweren Arbeiten eben dieser Holzknechte; im Wald tummeln sich sehr qualitätsvoll geschnitzte Hirsche und Gämsen, den Hintergrund bildet die gemalte Bergkulisse mit dem Traunstein.

Eine der „liebenswertesten“ Figuren in dieser Krippe wird von Engelbert Koller etwas pathetisch wie folgt beschrieben:

Einer ist, der die fromme Scheu keck überwindet, sich als Holzknecht dem Zimmermann (Josef) gegenüber für berechtigt hält, mit dem Besten, was ein Holzknecht zu kochen vermag, mit einer Pfanne voll Holzknechtnocken an Josef heranzutreten und sie hinzuhalten. Er hat keine Hand frei, den Hut zu ziehen, die eine hält die Pfanne, die andere preist mit sprechender Gebärde, den kleinen Finger etwas weggespreizt, die Güte der Speise. Er weiß, dass sein Tun ungewöhnlich ist, doch er lächelt seine Befangenheit hinweg. Seiner entwaffnenden Natürlichkeit widersetzt sich der heilige Josef nicht. Er hat eben einen Nocken aus der Pfanne genommen, hält ihn mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger; der vierte Finger ist etwas eingebogen, was die Hand ausdrucksvoll macht. Josef lächelt mild zu seinem und des Holzknechtes Beginnen. Der ungewöhnliche Einfall ist in freundlicher, ansprechender Art meisterhaft verwirklicht.

 Die „Winterkrippe“ ist in Privatbesitz, wird allerdings in losen Abständen im museum.ebensee im Rahmen der Krippenausstellung gezeigt und ist von großer Anziehungskraft.

Herzlichen Dank der Leihgeberin!